
Dorffest Zell
Wo Menschen zusammen kommen
Nächste Ausgabe: 4. - 7. Juni 2026
Zell am Fichtensee blickt auf ein gelungenes Dorffest zurück
Zell am Fichtensee – Vier Tage voller Musik, Begegnungen und gelebter Tradition: Das Dorffest am Fichtensee hat am vergangenen Wochenende zahlreiche Besucherinnen und Besucher aus der Region und darüber hinaus begeistert. Von Donnerstag bis Sonntag herrschte auf dem Bahnhofsplatz, an der Seepromenade und in den Gassen von Zell eine einzigartige Mischung aus festlicher Stimmung, kulinarischem Genuss, liebevoll gepflegtem Brauchtum und kulturellem Austausch. Schon am Donnerstagmorgen füllten sich die Straßen mit erwartungsfrohen Gästen.
Vielfältiges Programm und stimmungsvolle Atmosphäre
Den Auftakt bildete der feierliche Auffahrtsgottesdienst, der bei gutem Wetter wie geplant unter freiem Himmel stattfinden konnte. Die Blaskapelle Fichtental sorgte dabei für eine festliche Umrahmung, die viele Gäste berührte. "Es war ein besonderer Moment, gemeinsam mit so vielen Menschen in dieser herrlichen Kulisse zu feiern", schwärmte Festbesucherin Anna Lechner aus Oberfichtental. Bei schlechterem Wetter hätte der Gottesdienst in der St. Marienkirche stattgefunden – doch Petrus zeigte sich gnädig.
Auch das musikalische und kulturelle Rahmenprogramm fand großen Anklang. Die Fichtentaler Lokalbahn brachte Gäste mit ihren nostalgischen Dampfzügen direkt ins Festgelände, und auf dem liebevoll dekorierten Markt präsentierten sich kulinarische Köstlichkeiten aus der ganzen Region: Fisch vom Fichtensee, hausgemachte Kuchen, Bergkäse aus dem Mühlenbachtal, aber auch vegetarische Spezialitäten aus der Region. "Ich fand besonders schön, dass auch kleinere Vereine ihre Spezialitäten zeigen konnten", sagte Maximilian Hofer, der mit seiner Familie aus dem Mühlenbachtal angereist war.
Die Musikpalette reichte von alpenländischer Volksmusik über Jugendbläser bis zu abendlicher Tanzmusik unter freiem Himmel. Für Kinder gab es ein eigenes Areal mit Puppentheater, Bastelstation und Ponyreiten, das an allen Tagen gut besucht war. Geführt wurde außerdem eine "Zeitreise mit der Lokalbahn", bei der Zugbegleiter in historischen Uniformen Geschichten aus der Bahnvergangenheit erzählten.
Viele Besucherinnen und Besucher hielten ihre Eindrücke in den sozialen Medien fest, versehen mit Hashtags wie #FichtenseeFest oder #ZellerSommerfreude. Besonders geteilt wurden Fotos vom See bei Sonnenuntergang, vom Kinderprogramm und vom Feuerwerk. Auch spontan befragte Gäste vor Ort zeigten sich begeistert: "Man merkt einfach, dass hier Herzblut drinsteckt. Alles ist so liebevoll organisiert", sagte ein älteres Ehepaar aus dem Unterland.
Nachhaltigkeit war ein zentrales Thema: Dank eines Mehrwegkonzepts, regionaler Lieferketten und klarer Recyclingzonen konnte die Abfallmenge deutlich reduziert werden. Die Anreise per Bahn oder Fahrrad wurde von vielen als angenehm empfunden. "Das ist für uns ein echtes Vorzeigefest", lobte ein Vertreter des Umweltforums Tirol, der das Fest spontan besuchte.
"Wir sind überwältigt" – OK-Präsidentin zieht Bilanz
Die Organisatorin des Festes, OK-Präsidentin Sophie Braun, zeigte sich am Sonntagabend hochzufrieden: "Wir sind überwältigt von der Resonanz und der positiven Stimmung. Unser Ziel war es, Tradition und moderne Impulse miteinander zu verbinden – und ich glaube, das ist uns gelungen."
Braun betonte zudem die Rolle der freiwilligen Helferinnen und Helfer: "Ohne das große Engagement unserer Vereine, der Feuerwehr, der Bahn und vieler privater Unterstützer wäre dieses Fest nicht möglich gewesen. Jeder hat mit angepackt, wo Hilfe gebraucht wurde."
Feuerwerk am See als Höhepunkt
Zu den absoluten Höhepunkten des Wochenendes zählte das große Feuerwerk am Samstagabend, das den Fichtensee in ein funkelndes Lichtermeer verwandelte. Die Komposition aus Lichtern, Musik und Wasser spiegelte sich zauberhaft auf der Wasseroberfläche. "Das war wirklich magisch – der See, die Berge und dazu die Musik", erzählte Julia Reiter aus Zell. Viele Gäste blieben anschließend noch bis in die Nacht auf dem Festplatz, ließen den Abend bei Tanzmusik und regionalem Wein ausklingen und genossen die besondere Stimmung unter dem Sternenhimmel.
Unterstützung durch die Bahn: CEO zieht positives Fazit
Für einen reibungslosen Ablauf sorgte auch die verstärkte Anbindung der InterRegio-Linien. Der CEO der Tiroler Oberland Bahn AG, Ulrich Obermayr-Kirchner, lobte die Zusammenarbeit zwischen Gemeinde und Bahn: "Wir haben unser Angebot an diesem Wochenende gezielt ausgeweitet, um eine entspannte und umweltfreundliche Anreise zu ermöglichen. Es freut mich zu sehen, wie gut das von den Gästen angenommen wurde."
Die Bahn hatte nicht nur mehr Fahrten eingeplant, sondern auch besondere Nostalgiezüge eingesetzt, die mit viel Liebe zum Detail hergerichtet wurden. "Es war uns ein Anliegen, das Erlebnis Bahnreisen für alle Altersgruppen greifbar zu machen", so Obermayr-Kirchner.
Ein Fest, das in Erinnerung bleibt
Mit einem stimmungsvollen Frühschoppen und musikalischen Grüßen der Bläserjugend Zell klang das Dorffest am Sonntagnachmittag aus. Die letzten Besucher packten ihre Picknickdecken zusammen, verabschiedeten sich von alten und neuen Bekannten und genossen noch ein letztes Eis am Seeufer. Viele Gäste äußerten sich beim Abschied begeistert und wünschten sich schon jetzt eine Neuauflage.
"Solche Feste zeigen, wie wichtig Gemeinschaft und regionale Identität sind – ich hoffe, dass wir das bald wiederholen können", meinte Festbesucher Thomas Gasser beim Verlassen des Festplatzes. Auch der Tourismusverein zeigte sich zufrieden: Die lokale Hotellerie verzeichnete ein deutlich erhöhtes Buchungsaufkommen und das Gastrogewerbe lobte die entspannte, aber lebhafte Feststimmung.
So bleibt das Dorffest 2025 in Zell am Fichtensee in lebhafter Erinnerung: als ein Fest voller Musik, Miteinander, regionalem Stolz und ehrlicher Gastfreundschaft – und als ein starkes Zeichen dafür, dass Tradition auch heute noch Menschen zusammenbringt und verbindet.
Die gute Nachricht: Auch im kommenden Jahr wird wieder gefeiert. Das nächste Dorffest in Zell am Fichtensee findet vom 4. bis 7. Juni 2026 statt – diesmal am Fronleichnams-Wochenende. Der Termin darf also schon jetzt im Kalender markiert werden. Erste Ideen für das nächste Jahr beinhalten eine Erweiterung des Kinderprogramms, eine Kooperation mit Schulen aus der Region und eine neue Seebühne für Konzerte bei Sonnenuntergang.
